Wer schreibt hier worüber?


Herzlich willkommen auf meinem Blog!

Mein Name ist Alex (das Bild rechts darf seit gut 3 Jahren als mein Lieblingsprofilbild herhalten; es stammt von meiner Radreise in die Lieberoser Wüste) und dieser Blog (Nein, nicht “dieses Blog”!) existiert nun bereits seit über 10 Jahren. Zu diesem großartigen Jubiläum habe ich mich entschlossen, endlich mal eine “Über mich”-Seite hinzuzufügen.

Ursprünglich gestartet als Gemeinschaftsprojekt von mir und einem damaligen Studienkollegen zum Thema Morphogenetisches Feld, mit eher wissenschaftlichen Herangehensweisen, entwickelte sich der Blog im Laufe der Jahre immer mehr aus dieser Beschränkung heraus, parallel zu meiner eigenen Weiterentwicklung. Hin und wieder gab es längere Pausen (z.B. zwischen 2012 und 2014), Redesigns, Umstrukturierungen, wechselnde Schwerpunkte und Neustarts. Einzelne Themen wurden in eigene Blogs ausgelagert und schließlich wieder integriert. Bezog sich der Name Morphoblog eindeutig auf das ursprüngliche Thema, bezieht er sich heute viel mehr auf die Wandlungsfähigkeit und auch Wandlungsbereitschaft des Blogs als Spiegel meiner eigenen Facetten.

Doch erst seit kurzem, nach der schon so langen Lebenszeit dieser Seite, ist mir klar, dass diese Facetten viel zu unterschiedlich und zahlreich sind, um immer nur mit einem Hauptthema zu arbeiten, weswegen ich den Blog immer mehr als das sehe, was er nun mal ist: Was auch immer er in einem einzelnen Moment gern sein möchte.

Ich schreibe hier über alles, was mich beschäftigt; thematisch handelt es sich dabei um Spiritualität, Schamanismus, Psychonautik, Gesundheit, Fasten, Reisen, Musik, Kunst, Technik, Lost Places und vieles mehr, was mir eben gerade wichtig erscheint. All diese Themen haben gemeinsam, dass ich mich im Großen und Ganzen als Geschichtenerzähler und Künstler sehe, weswegen alle Texte einen gewissen erzählerischen Anspruch an sich haben. Deshalb findet sich hier auch die ein oder andere Prosa sowie sehr persönliche Geschichten, die etwas mit mir und meinem Lebensweg zu tun haben.

Als Typ-1-Diabetiker und von Grund auf experimentierfreudig, wurde ich vom Leben dazu gezwungen, mich viel mit Ernährung und Gesundheit auseinanderzusetzen. Aber das grundsätzliche Prinzip der “Krankheit” und “Gesundheit” und die Zusammenhänge zwischen Körper, Geist und Seele interessierten mich auch auf weiteren Ebenen immer mehr, weswegen ich mich auch mit all den Themen beschäftigte, die ihre Fühler in diesen Bereich strecken: Alternativmedizin, Fasten, Spiritualität, Ethnobotanik. Auch ohne dass ich hier Abschlüsse oder wirtschaftliche Verbindungen vorweisen könnte.

Neben dem Lesen und Schreiben und ganz allgemein der Liebe zu Geschichten galt mein Interesse schon immer neuen Technologien, weswegen ich nach dem Abitur bis zum Vordiplom Informatik studierte. Ich zog dies jedoch nicht durch, weil es zu viel Mathematik für mich war – ich war eher praktisch veranlagt und wenn ich programmierte (was ich in meiner Jugend viel tat), dann verband sich das mit dem Geschichtenerzählen: es waren beinahe ausschließlich Spiele.
Ich merkte, dass mir diese Grundlagen reichten und Informatik nicht die Art von Beschäftigung mit Dramaturgie, Kunst und auch Technologie anbot, wie ich es mochte. Ich wechselte deswegen auf Germanistische Linguistik mit den Nebenfächern Computerlinguistik und Neuere Deutsche Literatur.
Dieser Studiengang verband meine Interessen in dem Bereich ziemlich gut: Ich konnte mich einerseits analystisch mit Sprache beschäftigen (Syntax, Morphologie, Semantik usw.), aber auch über die kulturellen Aspekte reden: Literaturwissenschaft, Filmdramaturgie, Computerspielphilologie, all das war enthalten.
Ich schloss mein Studium nach beinahe 10 Jahren Studienzeit im Jahr 2014 tatsächlich mit dem Magister Artium ab. Das qualifiziert mich streng genommen zu einer gewissen linguistischen Expertise, doch wenn wir mal ehrlich sind: eine echte Bedeutung hat das alles nicht. Ich konnte schon vor meinem Informatikstudium mit Computern und schon vor meinem Germanistikstudium mit Sprache umgehen.

Während meines Studiums entschloss ich mich, in erster Linie aus persönlichen, therapeutischen Gründen, eine schamanische Ausbildung zu machen. Zwei Jahre lang lernte ich die Grundlagen des andinen Schamanismus, einer fremden, energetischen Weltanschauung, entsprungen aus den mythologischen Wurzeln der Inka-Kultur und lernte dabei mehr über mich und bestimmter Herangehensweisen an die Thematik der Heilung, als ich angenommen hatte. Auch wenn ich es grundsätzlich als schwierig erkenne fremde Wurzeln zum Erfahrungsgewinn zu nutzen, denke ich heute, dass dies eine meiner besten Entscheidungen meines Lebens war. Gewissermaßen, so glaube ich, rettete mir die Beschäftigung mit der Spiritualität und des Heilers in mir, das Leben, so fatalistisch das auch klingen mag.

Während der Ausbildung begann ich dann, zuerst nur um die Sammelbestellungen meiner Mitauszubildenden zu organisieren, einen Onlineshop für schamanischen Ritualbedarf zu gründen: Intitaita. Der Shop existiert immer noch, doch meine Energie in diesem Bereich ist rückläufig; neben einem (fast) Vollzeitjob (siehe nächster Absatz), diesem Blog, meiner gesundheitlichen Situation und einer Vielzahl an persönlicher Projekte bleibt einfach kaum noch Zeit übrig. Dazu kommt, dass ich dadurch praktisch nichts verdiene. Momentan überlege ich daher ernsthaft den Shop vielleicht doch lieber zu schließen.

Um mein Studium zu finanzieren arbeitete ich zuerst als selbstständiger First-Level-Support im Computerbereich. Dabei lernte ich viel, jedoch kam damit nicht genug rum, weswegen ich schließlich bis zum Ende meines Studiums, beinahe 10 Jahre lang, als Werkstudent im technischen Kundenservice einer (damals) großen deutschen Onlinedating-Plattform arbeitete. Nach Ende meines Studiums setzte ich diese berufliche Schiene weiter fort und begann in einer kleinen Softwareentwicklungsfirma für Carsharing zu arbeiten, in der aktuell meine Tage im Büro absitze. Zum Glück ist die Arbeit relativ frei und vielseitig, was allerdings auch daher rührt, dass wir teilweise ein wenig unterbesetzt sind: Ich betreue unsere Kunden (zu denen die Fuhrparks vieler großer deutschen Produktions-Werke), bin für den Live-Betrieb der Terminals und der Webapplikationen, die Datenbanken, Dokumentationen, und teilweise das Qualitätsmanagement, die Hardware und auch das Anforderungsmanagement zuständig.
Ich erwähne das nur der Vollständigkeit halber, da dieser Aspekt meines Lebens kaum Teil dieses Blogs ist. Direkt am Blog schlägt sich das hauptsächlich darin nieder, dass ich alles, was die Technik betrifft, selbst mache.

In Blog-Ratgebern (meistens selbsternannte) liest man immer wieder, dass man ja nicht mehr als ein oder zwei Hauptthemen auf einem Blog behandeln soll, da sonst die Leser überfordert sind. Und schon gar nicht sollte man Themen vermischen, die sich (scheinbar) nicht miteinander vertragen. Der “normale” ITler interessiert sich vermutlich eher selten für Schamanismus und der “normale” Linguist wahrscheinlich selten für Ethnobotanik, Urban Exploration oder Fotografie.
Ich dachte das auch mal. Mittlerweile aber glaube ich, dass diese Ratschläge in eine andere, jedenfalls nicht in meine Welt gehören, auch wenn mir die Zusammenführung der verschiedenen Welten durchaus öfter mal schwer fällt.

Dieser Blog ist ein Herzensprojekt, mein Lebenswerk sozusagen, der Spiegel meiner Selbstfindung, im Kern aus meiner Leidenschaft zum Geschichtenerzählen geboren – trotzdem hoffe ich natürlich, dass sich mit alldem im Lauf der Zeit ein größeres Bild zeichnet. Eines, das nicht nur mich und meine Themen in purer Selbstdarstellung zeigt, sondern eines, das der Welt etwas zurückgibt, das Menschen helfen, sie inspirieren, von Utopien träumen oder einfach nur erfreuen kann.

Wer hierzu eine ausschweifende, etwas emotionalere Ausführung lesen möchte, die etwas genauer erklärt woher ich komme, was ich in meinem Leben bisher gemacht habe und was genau zu diesem Blog geführt hat, der kann das hier tun:

Veränderung