Digitale Kunst


Bisher hatte ich mich in diesem Blog ja eher im schriftsprachlichen (künstlerischen) Bereich aufgehalten. Irgendwann kamen dann die Vertonungen meiner eigenen Texte (und hin und wieder auch Kooperationen für Trailer und Story-Clips) dazu.
In der bildenden Kunst war ich dagegen nie wirklich zuhause (Mit der Ausnahme Fotografie). Ich habe zwar für das Projekt Dark Passenger (welches ich nicht mehr weiter pflege) auch eine Art Konzeptkunst aus Kohlezeichnungen gemacht, aber diese war stilistisch doch sehr eingeschränkt.
Ich habe in meinem Leben sehr oft versucht mich fürs Zeichnen, Bildbearbeitung etc. zu begeistern, aber immer gemerkt, dass ich handwerklich einfach kein Talent dafür habe.

Im Juli 2019 hat sich das geändert, als ich mich zum ersten Mal bewusst mit digitaler Fotomanipulation auseinandersetzte und herumexperimentierte. Das Ergebnis war das fünfteilige Text-Bild-Fragment Kein Gehorsam. (Siehe unten)
Ich merkte dadurch, dass es mir großen Spaß macht Fotos zu verfremden, vielleicht noch einen Text dazu zu schreiben, mich irgendwo thematisch aufzuhalten, wo man die Fotografie vielleicht gar nicht vermuten würde – was aber durchaus schon in ihr erkennbar sein könnte.
(FunFact: Kein Gehorsam entstand in meinem Kopf beim Hören des Liedes No Obidience von RMB, eines meiner Lieblingsmusikstücke.)

Ich merkte, dass ich es liebe hinter dem Sichtbaren eine neue Ebene aufzumachen, das Sichtbare zu verschleiern und das Unsichtbare erkenntlich zu machen. Dabei gehe ich hauptsächlich intuitiv vor und verwende Ankerpunkte aus der Außenwelt, ein Gefühl z.B. oder ein Lied, das ich gerade höre, ganz selten eine konkrete visuelle Vorstellung.

Seitdem habe ich rund 70 Fotografien in irgendeiner Art und Weise verfremdet. Alle davon lassen sich auf meiner Instagramseite “bewundern”, hier mal ein kleiner Einblick:


Außerdem habe ich ein Profil bei Deviantart und Artflakes, wo man theoretisch sogar Poster und gerahmte Kunstdrucke der Bilder bestellen könnte (Leider bin ich viel zu faul immer alle Bilder dort zu posten, deswegen gibt es dort bisher erst ein paar wenige).

Ich benutze zur Bearbeitung GIMP und klicke mich durch alle möglichen Farbeinstellungen und Effekte (z.B. bin ich mittlerweile großer Effekt des Kaleidoskop-Filters), benutze aber auch Zeichenwerkzeuge.
Manchmal habe ich den Entstehungsprozess (leider viel zu selten) als Video mitgeschnitten, mit dem Ziel sie eines Tages auf meinem Youtube-Kanal als sog. Speedpaintings zu veröffentlichen.

Dieser Moment ist jetzt gekommen (Ich habe 5 Monate gewartet, fragt mich nicht warum… vielleicht, weil ich mir bisher nicht so sicher war, was ich da eigentlich mache).
Den Anfang macht ein eher kurzes Werk, an dem ich verhältnismäßig wenig geschraubt habe, da es mir schon sehr schnell gut genug gefiel: Ephemeriden.
(Hier geht es direkt zum Speedpainting auf Youtube.)

Auf meine Art der Titelwahl der Bilder bin ich ein bisschen stolz: Ich versuche Titel zu finden, die Dinge beschreiben, mit denen die wenigstens Menschen einen Berührungspunkt haben (z.B. Wissenschaftliche Fachbegriffe oder neugeschöpfte Kompositionen), der aber in irgendeiner Art etwas mit dem Bild zu tun hat, selbst wenn die Assoziationskette meinerseits nicht erkennbar ist. Daher ist auch die Titelsuche bei vielen Speedpaintings mit dabei.

Ich freue mich über Kommentare oder gar Interpretationen zu den Werken.

Alle Speedpaintings bekommen einen eigenen Beitrag, werden aber auch hier unten aufgelistet.


Veröffentlichte Speedarts:

Folge 1: Ephemeriden
Folge 2: Sum Ergo Morior



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