Betazellen 1


Ich wollte mit dem Ausbildungsbeginn weitermachen und etwas über mein Sandpainting an dem Wochenende erzählen – ich weiß auch, dass die Informationen etwas zäh herauströpfeln momentan und hoffe meine treue Leserschaft verzeiht mir das ^^ – aber mir fiel auf, dass ich für diesen Bericht eine Vorgeschichte anbringen sollte:

Ich bin Diabetiker (Typ1) und will natürlich den Schamanismus und seine Heilkraft auch nicht von diesem Thema entfernt lassen; wir wollen hier nun nicht die Fakten, Theorien oder gar Fehlinformationen diskutieren, die über diese Krankheit existieren, nur soviel: ich glaube, dass ein Typ1-Diabetes heilbar ist.

Letzten Sommer (das Wetter an diesem Tag war super: strahlender Himmel) habe ich also mit meinem Mentor in einer Sitzung das erste Mal daran gearbeitet… wir wollten einfach mal sehen, was der Zucker eigentlich in meinem Körper auslöst, woher er kommt, was passiert, wenn wir dort hineinspüren und zu ihm reisen.
Ich hatte die Ausbildung ja noch nicht einmal begonnen, also ließ ich mich voll und ganz leiten; und zwar durch eine Art Illumination mit schamanischer Reise. Mein Mentor verbringt dabei gerne Zeit mit dem Spielen auf großen Flöten, was ich selbst auch eines Tages machen möchte :)

Der spannende Teil war genau diese Reise, die Flöte und das Palo Santo trugen mich an einen undefinierbaren Ort. Meistens finde ich mich im Wald wieder, auf einer Lichtung oder im Dickicht, während ich der Flöte lausche, die plötzlich weit weg ertönt, vom Rand der Lichtung oder von einem nahen Berg.
Aber diesmal war das nicht so, es war dunkel, grau, und alles pulsierte… Die Flöte verschwand im Hintergrund und ich spürte nur noch die Frequenz der Töne und sah sie: die Bauchspeicheldrüse. Natürlich stellte ich mir das ganze vor (für all diejenigen, die meinen, es hätten sich gegen meinen Willen Glasklare Bilder vor meinen Augen aufgebaut, ähnlich Halluzinationen; aber genau so funktionieren diese Reisen eben auch…).
Ich sah sie zittern, sich wehren, und verstand nicht, wieso sie sich so aufbäumte, hatte sie doch schon vor über 20 Jahren aufgehört Insulin zu produzieren. Aber ich spürte, dass sie trotz der ganzen Zeit nur zurückgehalten wurde, aber ich sah nicht wovon.
Ich stellte mir vor, wie auf ihr ein Virus sitz und lauert… und immer wenn wieder eine Betazelle aufgebaut wird, stürmt es dorthin und infiziert die Zelle.
Mein Körper bäumt sich auf und mir wird ziemlich heiß, ich habe das Gefühl mein Zucker steigt in diesem Moment an und spüre es in meinen Händen…
Die eine kleine infizierte Betazelle überlebt nicht lange, die nächste T-Zelle hat sie schon gefressen. Wieder Ressourcen verschwendet, wieder etwas seiner Selbst zerstört, wieder bestraft.
Ich frage die T-Zelle wieso sie das tut. Wieso sie die kleine Betazelle nicht beschützt statt sie zu fressen. Ich stelle mir vor, dass den Zellen nur mal gesagt werden müsste, dass sie früher da sein sollen und die Betazellen davor beschützen sollen überhaupt erst infiziert zu werden.
Das zugehörige Bild formt sich in meiner Vorstellung: Eine kleine Betazelle wächst aus der Drüse und sofort ist die Abwehr da und stellt sich schützend um sie, die vereinzelt ankommenden Erreger sind schwierig abzuwehren, aber es klappt… und schon bildet sich die zweite Betazelle.
Sie sehen aus wie kleine milchige kristalle, klumpig und bröselig.
Ich sehe dem Kampf zu und ich spüre wie mein Zucker immer höher wird.. aber ich freue mich und ich feuere mein Immunsystem an und hoffe…

In dem Moment kracht es laut. Wieder. Und wieder, immer schneller aufeinanderfolgend. Ich öffne die Augen und sehe durch das Fenster auf dem Balkon wie Hagel herabschießt. Mein Mentor hat aufgehört zu spielen und wir staunen: die Hagelkörner sind etwa halb so groß wie eine Faust und splittern am Geländer und auf dem Balkon gefährlich ab und machen dabei einen extremen Lärm. Ich kann mir mein Grinsen nicht verkneifen, denn ich sehe in ihnen genau das Bild der Betazellen wieder.
Mein Mentor steht auf und lacht, öffnet die Tür zum Balkon und hebt zwei große Hagelbrocken auf. Er kommt auf mich zu und legt sie mir in die Hand und ich schlucke. Ich hatte ihm – natürlich – noch nichts von meinem Bild erzählt und nun halte ich eben diese beiden Betazellen aus meiner Vorstellung in der Hand… Sie schmelzen und ich lache :)
Wir stehen etwa 5 Minuten auf dem Balkon und beobachten wie die großen Brocken immer wieder zu unseren Füßen einschlagen… dann hört es langsam auf und regnet nur noch. Wir beenden die Reise noch und als ich ca. 15 Minuten später draußen vor die Tür trete, strahlt mich die Sonne an und kein Tropfen trifft mich noch und kein Wölkchen ist am Himmel zu sehen…


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