Alternativen zum Bitcoin


Beim folgenden Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag von Marcel von Coin-Hero , der euch über Alternativen zum Bitcoin aufklären möchte. Ich selbst bin voll allen drei der vorgestellten Technologien überzeugt, weswegen ich voll und ganz hinter den folgenden Ausführungen stehe. Aus verschiedenen Gründen, z.B. weil ich finde, dass man sich aus unterschiedlichen Quellen informieren sollte, übergebe ich bei diesem Thema das Wort an den Experten, anstatt selbst etwas darüber zu schreiben.



Drei alternative Kryptowährungen zum Bitcoin

Vor wenigen Wochen wurde dir in diesem Blog bereits erklärt was es mit der Kryptowährung Bitcoin auf sich hat und wie man Bitcoin möglichst sicher und einfach kaufen kann. Bitcoin ist zwar die berühmteste Kryptowährung, jedoch gibt es mittlerweile tausende Alternativen, die sogenannten „Altcoins“. Sofern dich die letzten Artikel interessiert haben, möchte ich dich nun weiter in das Thema einführen und erklären, warum Bitcoin nicht konkurrenzlos ist und welche interessanten Alternativen es aus meiner Sicht gibt.

Schwächen des Bitcoins und warum du auch andere Altcoins beachten solltest

In der Welt des Bitcoins gibt es immer mal wieder Ärger und Unstimmigkeiten um den richtigen Weg in die Zukunft. Zuletzt mündete dieser Streit in der sogenannten Core-Community, in der die Entwickler und großen Miner von Bitcoin zusammengefasst werden, in der Abspaltung von Bitcoin Cash. Im Oktober und November sollen nun zwei weitere Aufspaltungen (Hard Forks) stattfinden. Zwar reagiert der Bitcoin-Kurs sehr positiv darauf, indem er ein neues Allzeithoch vor Kurzem erreicht hat. Dies ist aus meiner Sicht allerdings nur damit zu begründen, dass viele Leute in Folge des Hard Forks die kostenlosen neuen Bitcoin-Token abstauben wollen.

Auf lange Sicht könnten die Streitigkeiten in der Community aus unserer Sicht zu Problemen führen. Zentrales Thema ist stets die Skalierbarkeit des Bitcoin-Netzwerkes. Aufgrund des stets steigenden Interesses an Bitcoin wird die Anzahl der Transaktionen im Netzwerk immer größer. Ohne geeignete technischen Maßnahmen (Streitthema: Erhöhung der Blockgröße eines Blocks der Blockchain) wird das Netzwerk immer langsamer, die Transaktionen dauern immer länger.

Ohne eine schnelle und einfache Konsensfindung wird das Bitcoin-Netzwerk irgendwann technisch abgehängt sein. Auch kann es aus meiner Sicht nicht förderlich sein, wenn es mehr als eine Handvoll Bitcoins gibt.

Rein technisch gesehen gibt es bereits zahlreiche Altcoins, die besser sind als Bitcoin. Da der Preis dieser Coins erheblich niedriger ist, könnte sich auch schon eine Investition mit kleineren Beträgen auf lange Sicht lohnen. Eine kleine Auswahl von Altcoins, die meiner Meinung noch großes Potential haben, möchte ich dir ohne dich mit technischen Details zu langweilen kurz vorstellen:

Ethereum

Ethereum ist die zweitgrößte Kryptowährung was Marktkapitalisierung angeht und wohl auch die zweitbekannteste digitale Währung. Ebenso wie der Bitcoin basiert Ethereum auf der Blockchain-Technologie. Während Bitcoin aber eine reine Kryptowährung ist, kann Ethereum mehr. Ethereum stellt mit seiner Technologie die Basis für dezentralisierte Anwendungen zur Verfügung („Smart Contracts“). Somit sollen unsere persönlichen Daten wieder dezentralisiert werden.

Dies ist im ersten Moment wahrscheinlich nicht ganz verständlich, deshalb eine kurze Erläuterung hierzu: Wenn wir im Internet auf Webseiten unterwegs sind, speichern die (Groß-) Firmen hinter den Webseiten wirklich alle Daten, die sie bekommen können. Apps auf dem Smartphone wollen teilweise abstruse Zugriffsrechte. Alles mit dem Ziel deine persönlichen Daten (und damit sind nicht nur dein Name und Anschrift gemeint, sondern alle Vorlieben, Interessen, Aktivitäten, etc.) zu bekommen und zu speichern, um diese später auswerten zu können. In der heutigen Zeit sind Daten bares Geld wert und du gibst dein Kapital quasi zwangsweise aus der Hand und musst darauf vertrauen, dass der Schutz deiner Daten und die Integrität der Daten gewährleistet ist.

Die Vision von Ethereum ist, dass die gleichen Funktionalitäten wie sie beispielsweise Google und Facebook bieten, über neue dezentralisierte Anwendungen auf Basis der Ethereum-Technologie entstehen. Damit würde die Kontrolle über unsere Daten an uns zurückgehen. Niemand anderes als der Eigentümer kann dann auf die Daten zugreifen, wenn dieser keine Genehmigung erteilt hat.

Das „Gesicht“ hinter Ethereum ist Vitalik Buterin, der auch als Erfinder und Gründer von Ethereum gilt. Ähnlich dem Bitcoin werden auch Ether geschürft, d. h. per Mining kreiert.

Warum ist der Ether nun aus meiner Sicht besser als Bitcoin? Einerseits ist die Ethereum-Community nicht zerstritten, sondern sehr harmonisch. Hard Forks und Änderungen am Code wurden bisher (abgesehen vom Ether Classic-Fork) gemeinschaftlich getragen. So wird Ethereum kontinuierlich weiterentwickelt. Außerdem ist Ethereum besser skalierbar und schneller. Transaktionen gehen schneller als beim Bitcoin.

Mit einem Preis pro Token von derzeit ca. 260 EUR (Stand 20.10.2017) ist der Ether zwar auch etwas teurer, aber immer noch viel günstiger als der Bitcoin. Aus meiner Sicht bietet Ethereum noch ein sehr großes Potential und könnte ein gutes Investment für die Zukunft sein. Eine Anleitung wie du Ethereum kaufen kannst, findest du hier.

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NEO

NEO wird auch das „chinesische Ethereum“ genannt. Warum? Zum einen bietet es auch die Möglichkeit Smart Contracts zu programmieren und ist im Allgemeinen Ethereum sehr ähnlich. Andererseits ist China in seiner Wirtschaftspolitik sehr protektionistisch (auch gegenüber Ethereum), von daher wird NEO von vielen Analysten zugetraut eine ähnliche Entwicklung wie Ethereum zu nehmen. NEO wird verstärkt in China gehandelt. Da China traditionell ein sehr großer Markt für Kryptowährungen ist, könnte für NEO in diesem Markt noch sehr viel Investitionspotential vorhanden sein.

Trotzdem ist NEO keine chinesische Kopie von Ethereum. Der Funktionsumfang von NEO ist insgesamt etwas komplexer als der von Ethereum. Im Gegensatz zu Ethereum das seine eigens entwickelte Programmiersprache Solidity nutzt und können NEO Smart Contracts mit gängigen Programmiersprachen: Microsoft.NET, Java, Go und Python entwickelt werden. Somit wird die Schwierigkeit für Entwickler, um Smart Contracts zu schreiben erheblich vermindert. Folglich hat NEO ein viel größeres Potential eine große Entwicklergemeinschaft zu gewinnen.

Ein weiteres gewichtiges Argument für NEO ist, dass dem CEO von NEO ein enger Kontakt zu Mitgliedern der Kommunistischen Partei in China nachgesagt wird. So verbreitete sich vor wenigen Tagen die Nachricht, dass eine Kooperation von NEO mit der chinesischen Regierung in Zukunft durchaus möglich sei.

Für NEO sprechen außerdem die sehr starken Kooperationspartner. Zu ihnen gehören u. a. Microsoft und Alibaba, Chinas größter Online-Shop. Diese beiden Kooperationen allein sprechen aus unserer Sicht schon für sich und eröffnen NEO aus meiner Sicht als noch sehr junge Währung eine große Zukunft.

Der Preis pro Token beträgt derzeit ca. 25 EUR (Stand 20.10.2017). Eine Anleitung zum Kauf gibt’s bei Coin Hero.

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IOTA

IOTA gehört aus meiner Sicht zu den spannendsten Altcoins, die es derzeit auf dem Kryptowährungsmarkt gibt. Rein technisch gesehen unterscheidet sich IOTA ganz wesentlich von allen anderen Kryptowährungen. IOTA basiert nämlich nicht auf der Blockchain-Technologie, sondern verwendet das eigens entwickelte „Tangle“-Protokoll. Dieses bietet zahlreiche Vorteile gegenüber der Blockchain-Technologie:

  1. Das Tangle-Protokoll ermöglicht eine unendliche Skalierbarkeit. In einer Blockchain können Transaktionen nur sequentiell, d. h. nur nacheinander bearbeitet werden. Tangle ermöglicht Parallelität, wodurch mehrere Transaktionen gleichzeitig validiert werden können. Je größer das Netzwerk wächst, umso sicherer und schneller wird folglich das Gesamtsystem.
  2. IOTA benötigt keine Transaktionskosten. Jeder Netzwerkteilnehmer, der eine Transaktion tätigt, muss automatisch zwei weitere Transaktionen bestätigen. Somit braucht es keine Miner mehr, die die Blöcke erstellen und Transaktionen validieren.
  3. Mikro-Payments (z. B. für ein Parkticket für 2 EUR) können ohne erheblichen Aufwand abgewickelt werden.

IOTA soll zukünftig das Rückgrat des Internet-of-Things (Internet der Dinge) werden, indem Maschinen mit anderen Maschinen unabhängig vom Menschen interagieren und so den Alltag des Menschen erleichtern. Beispielsweise soll ein Auto nicht nur autonom fahren können, sondern auch gleich das Parkhaus-Ticket zahlen können. Der IOTA-Token bildet dabei Grundlage für die vollautomatischen Transaktionen. Dies ist dabei nur eins von tausenden Anwendungsszenarien.

Im Gegensatz zu Bitcoin, Ethereum und NEO existieren alle IOTA-Token bereits. Die sich nie ändernde Anzahl beträgt insgesamt ca. 2,7 Billiarden.

Der Preis pro Token beträgt derzeit nur ca. 0,37 EUR (Stand 20.10.2017), wobei er auch schon über 0,80 EUR lag. IOTA ist mit Abstand die jüngste der vorgestellten Kryptowährungen ist und könnte womöglich mit dem Bitcoin in den ersten Jahren vergleichbar sein. Die Technologie hinter IOTA ist noch lange nicht ausgereift und schon gar nicht fertig. Viele Features sollen erst noch programmiert werden. Sobald dies aber geschehen ist und IOTA auch an mehr Handelsplattformen gelistet ist (momentan nur bei Bittrex, bis Ende des Jahres sollen weitere Plattformen folgen), könnte IOTA die noch größere Kurs- und Preissprünge nach oben machen.

IOTA gehört aus unserer Sicht deshalb zu den in Zukunft interessantesten Kryptowährungen, die es zu beobachten gibt. Auch für den Kauf von IOTA findet sich eine eigene  Anleitung auf Coin-Hero.

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